03.10.2026

Effizient, leidenschaftlich, erfolgreich: FCP bezwingt Ismaning

Effizient, leidenschaftlich, erfolgreich: FCP bezwingt Ismaning
War an beiden Toren zum Sieg gegen Ismaning beteiligt: Matthias Roithmayr / Foto: Tobias Vierlinger

Der FC Pipinsried hat seine Tabellenführung in der Bayernliga Süd mit einem hart erkämpften Heimsieg gefestigt. Gegen einen spielstarken FC Ismaning setzten sich die Gelb-Blauen vor 460 Zuschauern mit 2:1 (2:0) durch. Angesichts von acht Ausfällen und mehreren angeschlagenen Akteuren war der Erfolg alles andere als selbstverständlich.
Die Gäste erwischten den besseren Start und beschäftigten den FCP mit ihrem druckvollen und technisch sauberen Spiel von Beginn an. Pipinsried brauchte etwas, um in die Partie zu finden – schlug mit seiner ersten gelungenen Offensivaktion in der 14. Spielminute aber direkt zu: Matthias Roithmayr bediente Tobias Ullmann, der aus rund 16 Metern ins lange Eck traf. Ismaning ließ sich vom Rückstand aber nicht beirren und blieb am Drücker. In dieser Phase war es auch Enrique Bösl zu verdanken, dass die Führung Bestand hatte. Der Pipinsrieder Schlussmann war bei den gefährlichen Abschlüssen der Gäste zur Stelle und gab seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt. Auf der anderen Seite bot sich Benjamin Krist nach einem Steckpass die Gelegenheit zum 2:0, sein Abschluss strich jedoch knapp am langen Pfosten vorbei. Wenig später entschied Schiedsrichter Alexander Petzke nach einem Foul an Florian Gebert zu Recht auf Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an, scheiterte mit seinem nicht optimal platzierten Versuch allerdings am Ismanings Keeper Lorenz Becherer (32.).
Pipinsried blieb davon unbeeindruckt und legte noch vor der Pause nach. Diesmal schickte Ullmann seinen Mannschaftskollegen Roithmayr mit einem Steckpass auf die Reise. Der 20-Jährige fackelte aus spitzem Winkel nicht lange und jagte den Ball unter die Latte (43.). Das 2:0 zur Pause spiegelte zwar nicht unbedingt die Spielanteile wider, unterstrich aber die enorme Effizienz der Hausherren.
Nach dem Seitenwechsel kam der FCP zunächst besser aus der Kabine. Allerdings zeigte Ismaning erneut, weshalb Roman Langer bereits im Vorfeld vor diesem Gegner gewarnt hatte. Die Gäste fanden wieder in die Partie und verkürzten durch Jeremie Zehetbauer in der 74. Spielminute auf 1:2. Anschließend warfen sie alles nach vorne und setzten die Pipinsrieder Defensive gehörig unter Druck. Langer reagierte, brachte mit Tobias Reithmeir einen zusätzlichen Innenverteidiger und stellte auf eine Fünferkette um. In einem kompakten 5-4-1 verteidigten die Gelb-Blauen ihren Vorsprung mit viel Leidenschaft. Gleichzeitig ergaben sich Räume für Konter. Zweimal hatte der eingewechselte David Anyaonu die Gelegenheit, die Partie vorzeitig zu entscheiden, doch der FCP spielte die Angriffe nicht konsequent zu Ende. So blieb es bis zum Schluss spannend. Pipinsried brachte den knappen Vorsprung jedoch über die Zeit und belohnte sich für einen aufopferungsvollen Auftritt. „Ismaning ist sehr druckvoll gestartet und hat einen wirklich guten Ball gespielt. Wir haben aus relativ wenig zwei Tore gemacht und waren brutal effizient“, sagte Langer. „In der zweiten Halbzeit hat Ismaning alles nach vorne geworfen. Wir haben versucht, alles wegzuverteidigen, und den Sieg nach Hause gebracht.“
Der Trainer wusste den Erfolg auch angesichts der schwierigen personellen Voraussetzungen einzuordnen. Acht Spieler standen nicht zur Verfügung, darüber hinaus gingen mehrere Akteure angeschlagen oder nach überstandener Erkrankung in die Partie. „Man hat schon gemerkt, dass nicht alle bei 100 Prozent waren und einige wirklich auf dem Zahnfleisch dahergekommen sind. Deshalb muss man der Mannschaft wieder ein großes Kompliment machen. Wir haben uns durchgekämpft und nehmen diesen Arbeitssieg gegen eine sehr gute Ismaninger Mannschaft gerne mit", bilanziert Pipinsrieds Cheftrainer.
Mit nun 29 Punkten und 37:17 Toren bleibt der FCP an der Spitze der Bayernliga Süd, zudem sind die Gelb-Blauen auf eigenem Platz weiterhin ungeschlagen. Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Patrick Weihrauch sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt damit am kommenden Freitag im Auswärtsspiel beim TSV 1860 Rosenheim.