28.08.2026
FCP reist mit neuem Angreifer nach Deisenhofen
Nach zwei Partien ohne Sieg will der FC Pipinsried am Samstag wieder dreifach punkten. Beim FC Deisenhofen (Anstoß 14 Uhr) wartet nicht nur ein spielstarker Gegner, sondern auch ein alter Bekannter auf die Gelb-Blauen.
Nach dem 0:3 bei der SpVgg Hankofen-Hailing und dem 1:1 gegen die SpVgg Landshut bietet sich dem FC Pipinsried am Samstag die Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Um 14 Uhr gastiert der Tabellenführer der Bayernliga Süd beim FC Deisenhofen. Mit 16 Punkten und 20:8 Toren steht der FCP weiterhin an der Spitze. Deisenhofen belegt nach sieben Partien mit neun Zählern und einem Torverhältnis von 7:10 den neunten Rang. Zuletzt musste sich die Mannschaft von Trainer Andreas Pummer beim TSV 1860 München II mit einem 1:1 begnügen. Dabei bewies der FCD Moral: Obwohl Florian Schmid unmittelbar vor der Pause die Rote Karte gesehen hatte, gelang Noah Semmler in Unterzahl noch der Ausgleich. „Deisenhofen besitzt eine starke Truppe, war auch in der vergangenen Saison vorne mit dabei und hat heuer bereits gute Ergebnisse eingefahren – allerdings auch das eine oder andere schwankende Resultat erzielt“, sagt Pipinsrieds Trainer Roman Langer. Besonders deutlich wurde das beim 0:6 in Rosenheim. Anschließend blieb der FCD gegen den TSV Kottern und bei den kleinen Löwen zwar ohne Niederlage, wartet inzwischen aber seit drei Partien auf einen Sieg.
Unterschätzen wird Langer den kommenden Gegner deshalb keinesfalls: „Deisenhofen verfolgt einen klaren fußballerischen Ansatz und hat einen guten Trainer. Andi Pummer weiß, wie er spielen lassen muss.“ Der 43-Jährige kennt den FC Pipinsried bestens. Pummer übernahm die Gelb-Blauen im November 2021 und führte sie in der Regionalliga-Saison 2021/22 zum Klassenerhalt. Seit Sommer 2022 steht er beim FC Deisenhofen an der Seitenlinie. Auch die jüngsten direkten Duelle versprechen Spannung. In der vergangenen Spielzeit gewann jeweils die Heimmannschaft: Der FCD setzte sich in Deisenhofen mit 2:1 durch, das Rückspiel entschied Pipinsried mit 3:1 für sich. „Das waren in der jüngeren Vergangenheit immer intensive und enge Spiele“, erinnert sich Langer. An der Zielsetzung lässt der 36-Jährige dennoch keinen Zweifel: „Wir wollen dort gewinnen, wissen aber auch, was auf uns zukommt. Bringen wir unsere Leistung auf den Platz, bin ich sehr optimistisch, dass wir erfolgreich sein werden.“
Personell gibt es gute und schlechte Nachrichten. Tobias Reithmeir kehrt nach seiner Zehenverletzung zurück. Dafür fehlt David Anyaonu, der nach seiner Roten Karte gegen Landshut für zwei Wochen gesperrt wurde. Bei Deisenhofen muss Florian Schmid nach seinem Platzverweis bei den Münchner Löwen zuschauen. Torhüter Maximilian Obermeier hat seine Zwei-Spiele-Sperre dagegen abgesessen und ist wieder spielberechtigt. Weiterhin nicht zur Verfügung stehen dem FCP Mario Götzendörfer und Dominik Neißer, die noch einige Wochen benötigen werden. Valdrin Konjuhi wird voraussichtlich sogar für den Rest der Hinrunde ausfallen. Deshalb haben die Pipinsrieder in der Offensive noch einmal nachgelegt und den 20 Jahre alten Jusuf Amdouni verpflichtet. Der zuletzt vereinslose Offensivspieler stellte sich in den vergangenen Tagen im Training vor und überzeugte dabei die Verantwortlichen. „Jusuf ist ein junger, talentierter Spieler, der fußballerisch viel mitbringt. Er hat sich im Training sehr gut präsentiert und damit die Chance verdient, sich bei uns im Kader zu beweisen“, sagt Langer. Unbekannt ist Amdouni das Umfeld beim FCP nicht: Bereits in der Regionalliga-Saison 2022/23 war seine Familie bei den Gelb-Blauen vertreten. Sein Bruder Mohammed Amdouni kam damals für die Pipinsrieder zum Einsatz. Vor der Fahrt nach Deisenhofen stimmt Langer vor allem die Arbeit unter der Woche zuversichtlich: „Wir haben eine sehr gute Trainingswoche gesehen. Die Jungs sind da, sie wollen. Wenn wir das, was wir in dieser Woche im Training gezeigt haben, am Samstag auf den Platz bekommen, bin ich optimistisch.“