05.08.2026

FCP reist mit Selbstvertrauen nach Schalding

FCP reist mit Selbstvertrauen nach Schalding
Auf Kapitän Max Dombrowka muss der FCP am Freitag in Schalding verzichten Foto: Tobias Vierlinger

Besser hätte der FC Pipinsried kaum in die neue Bayernliga-Saison starten können. Drei Spiele, drei Siege und Tabellenplatz eins stehen für die Mannschaft von Trainer Roman Langer zu Buche. Am Freitag wartet nun allerdings die bislang wohl schwierigste Aufgabe der noch jungen Spielzeit. Um 18.30 Uhr gastieren die Gelb-Blauen beim SV Schalding-Heining.
„Wir können den Start mit drei Siegen schon relativ gut einordnen“, sagt Langer. Viel wichtiger als der daraus resultierende erste Rang in der Bayernliga Süd  ist ihm die Stimmung, die seine Mannschaft in den ersten Wochen ausgezeichnet hat: „Wir haben Bock, wir haben Selbstvertrauen und es macht aktuell echt Spaß.“ Mit neun Punkten und 10:3 Toren führt der FCP die Tabelle an. Dem 3:2-Auftakterfolg gegen den SV Heimstetten folgte ein deutlicher 5:0-Sieg beim TuS Geretsried. Am vergangenen Samstag mussten die Pipinsrieder beim 2:1 gegen Aufsteiger TSV Schwabmünchen mehr arbeiten. Jaroud Kanze erzielte kurz nach der Pause den entscheidenden Treffer und sicherte seiner Mannschaft damit den dritten Sieg.
Der Erfolg hatte allerdings einen Haken. In der Nachspielzeit sahen Max Dombrowka und Kanze jeweils die Gelb-Rote Karte, beide fehlen nun in Schalding. Dazu kommen die Langzeitverletzten. „Das heißt für uns, dass wir alle Kräfte bündeln müssen. Der Kader ist mit den ganzen Verletzten ja ohnehin relativ klein“, sagt Langer. Der Trainer sieht in der angespannten personellen Situation aber auch eine Chance. In den ersten Begegnungen musste er regelmäßig Spieler auf die Bank setzen, denen er durchaus einen Platz in der Anfangsformation zugetraut hätte. „Unser Kader ist generell sehr ausgeglichen. Jetzt bietet sich für den einen oder anderen die Chance, sich in der Startelf zu präsentieren“, erklärt Langer, der den Veränderungen daher auch etwas Gutes abgewinnen kann: „Ich freue mich darauf, die Jungs auch einmal von Anfang an zu sehen. Sie haben sich das mit ihren Leistungen in den vergangenen Wochen verdient.“
Dabei steht dem veränderten Pipinsrieder Kader eine schwere Aufgabe ins Haus, ist der kommende Gegner doch auch noch ungeschlagen. Schalding-Heining startete mit einem 2:2 beim TSV 1860 Rosenheim, gewann anschließend nach einem 0:2-Rückstand noch mit 4:2 gegen den TSV 1874 Kottern und holte zuletzt ein beachtliches 1:1 bei der U21 des TSV 1860 München. Mit fünf Punkten und 7:5 Toren belegt der SVS den siebten Tabellenplatz.
Bei den Niederbayern hat im Sommer eine neue Zeitrechnung begonnen. Nach der Trennung des langjährigen Trainers Stefan Köck im April diesen Jahres hatte übernahm Albert Krenn die restlichen Partien der abgelaufenen Saison. In dieser Runde ist Krenn zusammen mit Toporjäger Markus Gallmaier als Assisten von Heiko Schwarz tätig, der die Mannschaft im Sommer als Cheftrainer übernahm. Auch im Kader gab es in den vergangenen Wochen einige Veränderungen. „Schalding hat einen neuen Trainer, neue Spieler und damit schon einen kleinen Umbruch hinter sich“, sagt Langer. Der Saisonstart zeige jedoch, welche Qualität die Mannschaft mitbringe. Gerade am Reuthinger Weg erwartet der Pipinsrieder Coach einen starken Gegner: „Ich bin gespannt, wie sich Schalding präsentiert. Zu Hause schätze ich sie noch stärker ein als auswärts.“
Für Langer besitzt die Fahrt nach Passau ohnehin ihren besonderen Reiz. „Die Auswärtsaufgabe in Schalding hat schon was“, sagt der 36-Jährige. Seine Mannschaft werde das Duell mit dem nötigen Respekt angehen: „Wir fahren mit Demut dorthin, weil wir wissen, was auf uns zukommt. Ich bin aber überzeugt, dass wir die Qualität haben, dort etwas zu holen – auch mit unserem kleinen Kader. Dafür müssen wir geschlossen auftreten.“
An der eigenen Ausrichtung soll sich trotz der Ausfälle wenig ändern. „Taktisch werden wir mit Sicherheit die eine oder andere Sache anpassen. Grundsätzlich schauen wir aber auf uns“, sagt Langer. Der Tabellenführer möchte auch in Schalding das zeigen, was ihn an den ersten drei Spieltagen ausgezeichnet hat: „Wir sind im Flow und wollen so spielen, wie wir uns als Mannschaft wohlfühlen.“
Die jüngsten Duelle beider Teams verliefen aus Pipinsrieder Sicht positiv. In der vergangenen Saison holte der FCP zunächst ein 1:1 am Reuthinger Weg. Das Rückspiel gewann die Langer-Elf im April mit 3:0.