05.07.2026

Frühes Pokalaus trotz Führung

Frühes Pokalaus trotz Führung
Spieler: Sebastian Keßler / Foto: bruno haelke

Der FC Pipinsried hat den Einzug in die erste Hauptrunde des Bayerischen Toto-Pokals verpasst.

Die Mannschaft von Trainer Roman Langer musste sich am Samstag beim TSV Schwabmünchen trotz guter Leistung mit 1:2 geschlagen geben. Alexander Seifert brachte den FCP früh in Führung, ehe Maximilian Krist per Strafstoß und Maik Uhde die Partie zugunsten der Gastgeber drehten.

In Durchgang eins entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Pipinsried überließ dem Bayernliga-Aufsteiger phasenweise den Ball und suchte nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne. „Wir wollten den Gegner schon erstmal kommen lassen und immer wieder über Umschaltmomente kommen. Das ist uns auch gut gelungen“, erklärte Langer. Seine Mannschaft erspielte sich früh die ersten Kontermöglichkeiten, ließ dabei aber zunächst die letzte Konsequenz vermissen. In der 13. Minute führte eines dieser schnellen Umschaltmomente zum Erfolg. Nach einem zügig ausgeführten Freistoß spielte sich der FCP über die rechte Seite nach vorne. Die anschließende Hereingabe verwertete Neuzugang Alexander Seifert zur Führung. „Der Gegner hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine wirkliche Torchance“, sagte Langer.

Auch danach ließ Pipinsried defensiv wenig zu. Umso bitterer fiel der Ausgleich unmittelbar vor der Pause. Sebastian Keßler verlor seinen Gegenspieler im Rücken und kam im anschließenden Zweikampf zu spät. Den fälligen Strafstoß verwandelte Maximilian Krist zum 1:1 (45.). „Schade zu dem Zeitpunkt, weil wir es schon unter Kontrolle hatten“, bilanzierte der FCP-Trainer. Statt mit einer Führung ging seine Mannschaft mit einem Unentschieden in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gelb-Blauen zunehmend die Kontrolle. Sie hatten mehr Ballbesitz, setzten sich häufiger in der Hälfte der Gastgeber fest und spielten sich aussichtsreiche Situationen heraus. Das nächste Tor fiel jedoch auf der anderen Seite.

Nach einem Einwurf in der Nähe des Pipinsrieder Strafraums ging der Ball durch mehrere Spieler bis zum zweiten Pfosten durch, wo Maik Uhde frei zum Abschluss kam das 2:1 erzielte (65.). „Ärgerlcih, dass es dann so fällt. Erst der Elfmeter und dann diese Einwurfsituation“, sagte Langer. „Da waren wir in beiden Aktionen nicht richtig da.“ Pipinsried reagierte auf den Rückstand und drängte auf den Ausgleich. Der FCP hielt sich lange in der gegnerischen Hälfte auf und kam mehrfach in vielversprechende Positionen. Mal fehlte der letzte Pass, mal der präzise Abschluss. Zudem verhinderte Schwabmünchens Torhüter Lasse Holthuis mit guten Paraden einen weiteren Treffer. „In der zweiten Halbzeit waren wir schon nah dran, noch ein Tor oder sogar ein zweites zu machen“, erklärte Pipinsrieds Chefcoach. Mut machte dem Trainer insbesondere der Auftritt seiner neu formierten und jungen Mannschaft. Mehrere Neuzugänge standen in der Anfangsformation, zahlreiche Spieler waren erst Anfang 20. Dass nach dem personellen Umbruch noch nicht alle Abläufe greifen, war in einzelnen Situationen zu erkennen. Über weite Strecken bot der FCP dem eingespielten Aufsteiger dennoch mehr als nur Paroli.

„Schade, dass wir es verloren haben, weil es wäre deutlich mehr drin gewesen. Aber es hilft nichts, weiter gehts“, so Langer. Während Schwabmünchen in die erste Hauptrunde einzieht, endet der Toto-Pokal für den FC Pipinsried bereits in der Qualifikation. Die Leistung der jungen Mannschaft liefert trotz des Ergebnisses positive Ansätze für den bevorstehenden Start in die Bayernliga.