14.08.2026

Fünfter Sieg im fünften Spiel: FCP gewinnt Derby klar mit 5:0

Fünfter Sieg im fünften Spiel: FCP gewinnt Derby klar mit 5:0
Jaroud Kanze lieferte nach seiner Sperre im Derby gegen Pfaffenhofen eine Topleistung

Der FC Pipinsried bleibt in der Bayernliga Süd das Maß aller Dinge. Vor der herausragenden Kulisse von 1382 Zuschauern bezwangen die Gelb-Blauen den bisherigen Tabellenzweiten FSV Pfaffenhofen mit 5:0 (1:0). Jaroud Kanze traf doppelt und bereitete zudem die Führung vor.

Viel besser hätte dieser Derbyabend für den FC Pipinsried nicht laufen können. Im erstmals in dieser Form ausgetragenen Nachbarschaftsduell mit dem FSV Pfaffenhofen setzte sich die Mannschaft von Trainer Roman Langer deutlich mit 5:0 durch. Damit steht der FCP nach fünf Spieltagen weiterhin ohne Punktverlust an der Tabellenspitze der Bayernliga Süd. "Dieses Ergebnis im Derby ist natürlich eine super Geschichte, das ganze noch vor dieser Wahnsinnskulisse", freut sich Pipinsrieds Coach.

Dabei deutete zunächst wenig auf einen derart klaren Ausgang hin. Zwar hatten die Hausherren mehr vom Spiel und durch Alexander Seifert auch die erste gute Gelegenheit. Der Angreifer kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, scheiterte jedoch am Pfaffenhofener Torhüter (9.). Auf der Gegenseite musste Enrique Bösl nach einer Flanke erstmals eingreifen (17.). Auch in der Folge blieb Pipinsried gefährlich. Jaroud Kanze schickte Florian Gebert mit einem Steckpass auf die Reise, der Angreifer verfehlte beim Versuch ins lange Eck jedoch das Ziel (19.). Nur eine Minute später folgte die große Schrecksekunde für den FCP: Ein weiter Ball von Bösl wurde abgeblockt und landete direkt bei FSV-Stürmer Maurice Untersänger. Der Pfaffenhofener hatte aus rund 15 Metern halblinker Position das leere Tor vor sich, schoss aber per Direktabnahme vorbei (20.). „Wir überstehen diese eine Situation, in der wir mit 0:1 in Rückstand geraten können“, sagte Langer, merkt aber auch an:. „Davor hatten wir aber selbst schon ein oder zwei Gelegenheiten, in Führung zu gehen.“ Dies gelang dann n der 29. Spielminute:Kanze brachte einen Freistoß von der linken Seite in den Strafraum, wo Tobias Reithmeir aus fünf Metern zur Stelle war und den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz setzte. Pipinsried übernahm nun zunehmend die Kontrolle und hätte bereits vor der Pause nachlegen können. Nach einer Vorlage von Seifert scheiterte Gebert freistehend aus rund 15 Metern am FSV-Torhüter (32.). Sebastian Keßler setzte einen Distanzschuss knapp neben das Tor (37.), ehe auch Kanze in Moritz Köhler seinen Meister fand (41.). So blieb es trotz des größeren Ballbesitzes und der klareren Möglichkeiten bei der knappen Pausenführung. „Wir müssen oder können in der ersten Halbzeit eigentlich noch das 2:0 machen“, befand Langer folgerichtig.

Nach dem Seitenwechsel meldeten sich zunächst die Gäste zurück. Nach einem Gewühl im Pipinsrieder Strafraum wurde ein Schuss von FSV-Kapitän Paul Starzer aus zwölf Metern abgefälscht und ging nur knapp am Tor vorbei (51.). Dann aber schlug der FCP zu: Kanze fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf sehenswert ins lange Eck zum 2:0 (56.). Nur zwei Minuten später verfehlte Gebert das Tor knapp. Einen abgefälschten Schuss von Matthias Roithmayr konnte der FSV in der 64. Minute ebenfalls noch zur Ecke klären. Diese führte jedoch zum dritten Pipinsrieder Treffer: Der eingewechselte Benedikt Lobenhofer brachte den Ball am zweiten Pfosten noch einmal in die Mitte, Seifert stand goldrichtig und köpfte aus kurzer Entfernung zum 3:0 ein (65.). Erneut hatte damit ein Einwechselspieler einen entscheidenden Impuls geliefert. Und damit nicht genug: Seifert legte in der 77. Minute quer auf den ebenfalls eingewechselten Tobias Ullmann, der überlegt ins lange Eck zum 4:0 einschob.Pfaffenhofen gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf. Einen Freistoß von Luka Brudtloff aus etwa 18 Metern parierte Bösl sicher zur Seite(80.), sieben Minuten später verhinderten der Pipinsrieder Torhüter und Reithmeir gemeinsam einen möglichen Treffer von Michael Senger. Die letzte Szene des Abends gehörte allerdings wieder dem FCP. Mit dem Schlusspfiff traf der überragende Kanze aus halblinker Position sehenswert in den Winkel und setzte mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 5:0 (90.).

„Die Jungs ziehen alle brutal mit“, lobte Langer, der anfügt:. „Bei unseren fünf Siegen war dreimal mehr oder weniger die Bank der Matchwinner." Dabei sei es herausragend, wie die Spieler die jeweiligen Situationen annehmen würden. "Ich muss Gespräche führen und Spieler auf die Bank setzen, die es verdient hätten zu spielen. Natürlich sind sie dann enttäuscht, wenn sie nicht von Anfang an spielen. Aber sie kommen rein und zeigen brutale Reaktionen. Als Beispiele heute etwa Benedikt Lobenhofer, der das 3:0 überragend auflegt, oder Tobias Ullmann, der nach seiner Einwechslung trifft", zollt Pipinsrieds Coach seinen Mannen Respekt und sagt: "es macht einfach brutal Spaß, mit diesen Jungs zu arbeiten.". Ein Lohn für die mannschaftliche Geschlossenheit der Pipinsrieder ist neben der blütenweißen Weste mittlerweile ein Fünf-Punkte-Polster des Tabellenführers auf Rang zwei.