01.10.2026

Heimstärke gegen Offensivpower: FCP empfängt Ismaning

Heimstärke gegen Offensivpower: FCP empfängt Ismaning
Tobias Reichl fehlt dem FCP wegen einer Wadenverletzung / Foto: Tobias Vierlinger

Der FC Pipinsried kehrt nach dem verdienten Punktgewinn beim SV Erlbach auf den eigenen Platz zurück. Am Samstag um 14 Uhr empfängt der Tabellenführer der Bayernliga Süd den FC Ismaning. Die Gäste reisen mit dem Selbstvertrauen eines deutlichen 5:2-Erfolgs gegen die U21 des TSV 1860 München an.
Mit 26 Punkten aus zwölf Partien geht der FCP als Spitzenreiter in den 13. Spieltag. Die SpVgg Landshut folgt mit einem Zähler Rückstand, Erlbach und der TSV Wasserburg liegen jeweils vier Punkte zurück. Ismaning belegt mit 17 Punkten und einem Torverhältnis von 25:17 den achten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Xhevat Muriqi hat ihre Qualitäten bisher vor allem zu Hause gezeigt. Auswärts gelang ihr zwar ein bemerkenswerter 5:0-Erfolg beim FC Gundelfingen, insgesamt fällt die Bilanz in der Fremde aber deutlich schwächer aus. Das macht die Ismaninger keinesfalls ungefährlich, wie Roman Langer betont: „Ismaning ist ein sehr zielstrebiger und interessanter Gegner, der teilweise richtig gut besetzt ist. Die Mannschaft kommt mit viel Power nach vorne und besitzt gerade über die Außenbahnen einige torgefährliche Spieler.“ Wie entschlossen der FCI eine Partie beginnen kann, zeigte sich am vergangenen Wochenende. Gegen die Löwen-Reserve führten die Ismaninger bereits nach 15 Minuten mit 3:0. Artin Shamolli traf nach nicht einmal einer Minute, Serhii Shcherbyna und Jeremie Zehetbauer legten früh nach. Am Ende stand ein 5:2-Heimerfolg. „Was wir gehört und gesehen haben, sind sie sehr stark in das Spiel gestartet“, sagt Langer. „Für uns heißt das, dass wir von der ersten Minute an hellwach sein müssen.“
Die 25 Ismaninger Saisontore verteilen sich auf mehrere Spieler. Neben Shamolli, Shcherbyna und Zehetbauer strahlten auch Ex-FCP-Kicker Kubilay Celik und Stefan Lovic bereits Torgefahr aus. Besonders schwer wiegt beim FCI allerdings der langfristige Ausfall von Philip Kuhn. Der Angreifer hatte sieben Treffer erzielt, ehe er sich einen Kreuzbandriss und einen Knorpelschaden zuzog.

Beim FCP bleibt die personelle Situation ebenfalls angespannt. Tobias Reithmeir steht nach dem Ende seiner Rotsperre wieder zur Verfügung, Tobias Reichl fehlt dagegen weiterhin wegen einer Verletzung im Bereich des Wadenbeins. Insgesamt muss Langer auf acht Spieler verzichten, eine schnelle Entspannung ist nicht zu erwarten. „Der Kader wird in den nächsten zwei oder drei Wochen voraussichtlich nicht größer werden“, erklärt der 36-Jährige. „Er ist momentan wirklich klein. Aber die Jungs, die zur Verfügung stehen, haben unser volles Vertrauen – und sie zahlen dieses Vertrauen derzeit richtig gut zurück.“
Das zeigte sich nicht zuletzt beim 1:1 in Erlbach. Nach einer schwierigen ersten Hälfte und dem frühen Rückstand steigerte sich die junge Pipinsrieder Mannschaft erheblich. Florian Gebert sorgte in der 64. Minute für den Ausgleich. Anschließend war der FCP dem Siegtreffer näher und ließ defensiv kaum noch etwas zu. An diesen Auftritt will der Tabellenführer nun anknüpfen. „Wir brauchen die Intensität, die wir in der zweiten Halbzeit in Erlbach gezeigt haben“, fordert Langer. „Wenn wir die Leistung aus dieser zweiten Halbzeit oder etwa aus der ersten Hälfte gegen Kirchanschöring über einen längeren Zeitraum auf den Platz bringen, bin ich sehr zuversichtlich.“ Zusätzlichen Mut macht die bisherige Heimbilanz. Der FCP ist auf eigenem Platz in dieser Bayernliga-Saison noch ungeschlagen und überzeugte bei seinen Heimauftritten immer wieder mit dominantem und offensivem Fußball. „Wir spielen zu Hause und haben dort bislang eigentlich immer überzeugt“, sagt Langer. „Diese Ergebnisse wurden uns aber nicht geschenkt. Alles, was wir bisher erreicht haben, hat sich die Mannschaft hart erarbeitet.“ In der vergangenen Saison endeten beide Duelle mit Ismaning unentschieden. Nach einem 3:3 in Ismaning fielen beim Rückspiel in Pipinsried keine Tore. Auch diesmal erwartet Langer eine anspruchsvolle Aufgabe: „In dieser Liga kann an jedem Spieltag alles passieren. Deshalb müssen wir uns gut auf Ismaning einstellen und über 90 Minuten scharf sein. Wenn unsere Leistung stimmt, sieht es für uns gut aus.“