19.07.2026

Mit Mut und Intensität in die neue Saison

Mit Mut und Intensität in die neue Saison
Tobias Reichl will auch zum Bayernliga-Auftakt gegen Heimstetten hoch hinaus Foto: Verein

Fünf intensive Wochen liegen hinter dem FC Pipinsried, nun beginnt die neue Bayernliga-Saison.

Zum Auftakt empfängt die Mannschaft von Roman Langer am Dienstag, 21. Juli, den SV Heimstetten. Anstoß in der Küchenstadel-Arena ist um 18.30 Uhr.

„Wir freuen uns jetzt, dass es endlich um Punkte geht“, sagt der FCP-Chefcoach. Hinter den Gelb-Blauen liegen mehrere Wochen mit zahlreichen Trainingseinheiten und Testspielen. Nach Siegen gegen den SV Manching, den VfL Ecknach, den ASV Neumarkt und den TSV Bobingen geht Pipinsried mit positiven Ergebnissen aus der Vorbereitung in den Saisonstart. Lediglich im Toto-Pokal musste sich der FCP dem TSV Schwabmünchen mit 1:2 geschlagen geben.

Für Langer steht dabei weniger die reine Bilanz im Mittelpunkt als die Entwicklung seiner neu formierten Mannschaft. Der FCP hat im Sommer den Kader deutlich verjüngt. „Wir haben eine größtenteils junge, neu zusammengestellte Mannschaft, die in den vergangenen Wochen gut gearbeitet hat und sich jetzt in den ersten Pflichtspielen belohnen will“, berichtet der 36-Jährige. Mit dem SV Heimstetten wartet zum Auftakt allerdings direkt eine anspruchsvolle Aufgabe. Der SVH belegte in der vergangenen Saison den siebten Platz der Bayernliga Süd und hat seinen Kader im Sommer gezielt verstärkt. Mit Pirmin Lindner und Reza Sakhi Zada kehrten zwei Spieler an ihre frühere Wirkungsstätte zurück. Zudem setzt Heimstetten weiterhin auf erfahrene Führungsspieler wie den spielenden Co-Trainer Lukas Riglewski.

Auch die Testspielergebnisse zeigen, dass der SVH bereits früh gefordert wurde. Gegen den FC Deisenhofen unterlag Heimstetten mit 2:4, gegen den TSV Grünwald gab es ein 0:0, dem gegenüber stehen aber auch zwei 6:1-Erfolge über den Kirchheimer SC und die TuS Holzkirchen. Im Toto-Pokal gelang den dienstägigen Gästen um Cheftrainerin Sarah Romert in der ersten Hauptrunde am vergangenen Freitag ein 2:1-Erfolg beim SV Manching.
„Mit Heimstetten wartet zum Auftakt gleich ein richtiges Brett auf uns. Sie haben sich personell verstärkt und gehören für mich zu den Top-Favoriten der Liga“, sagt Langer. Der FCP-Trainer sieht den SVH gemeinsam mit dem SV Kirchanschöring und dem SV Erlbach im Rennen um die vorderen Plätze.
Personell ist die Situation beim FC Pipinsried selbst aktuell definitiv angespannt. Valdrin Konjuhi und Jonas Lindner stehen wegen bevorstehender Knieoperationen nicht zur Verfügung. Dominik Neisser fällt mit einer Schulterverletzung aus, Mario Götzendörfer fehlt wegen einer Sprunggelenksverletzung. Mhammed „Mo“ Sanawar befindet sich nach Kniebeschwerden ebenso im Aufbautraining wie Kapitän Benedikt Lobenhofer nach seiner Oberschenkelverletzung. „Es fehlen einige Jungs, die Vorbereitung bestritten wir mit einem kleinen Kern“, erklärt Langer. Der Verein prüft deshalb, ob der Kader auf der einen oder anderen Position noch ergänzt werden kann. Grundsätzlich bleibt das Vertrauen in die vorhandenen Spieler jedoch groß.

„Wir haben eine sehr junge Truppe. Von dem her kann es sein, dass vielleicht der ein oder andere Fehler passieren kann. Aber wenn wir uns finden, ist einiges drin“, sagt der Trainer.

Für Langer ist die Partie am Dienstag ja auch das Wiedersehen mit seinem früheren Verein. Bis zum Ende der Saison 2024/25 war er beim SV Heimstetten als Trainer tätig. Entsprechend viele Informationen hat der FCP-Coach über den Gegner. „Ich kenne 80 bis 90 Prozent der Spieler“, erzählt Langer. Viele Akteure des Gegners hat er selbst trainiert, teilweise noch im Jugendbereich. Besonders Lukas Riglewski, der zu den torgefährlichsten Spielern der Bayernliga zählt und früher Langers Kapitän war, ist ihm bestens bekannt.

Trotz der persönlichen Verbindung steht für den Trainer jedoch nicht die Vergangenheit im Vordergrund am Dienstag. „Für mich ist es nicht das megabesondere Spiel, weil ich vorher Trainer in Heimstetten war. Die Anspannung ist eher größer, weil es das erste Punktspiel ist, weil wir viele neue Spieler haben und weil es spannend sein wird zu sehen, wo wir stehen“, berichtet der FCP-Coach. Die letzte Trainingswoche hat Pipinsried noch einmal intensiv genutzt. Dass zwischen dem letzten Testspiel gegen Bobingen und dem Saisonauftakt mehr als eine Woche liegt, sieht Langer dabei nicht ausschließlich als Nachteil. „Da unser Kader aktuell klein ist, war eine fokussierte komplette Trainingswoche ohne Match vielleicht ganz gut“, sagt der Trainer. Nun richtet sich der Blick komplett auf den Auftakt. „Wir wollen mit Mut und Intensität auftreten und unsere Qualitäten auf den Platz bringen. So wie die Vorbereitung bis jetzt war, lief es wirklich gut", fasst der 36-jährige zusammen.