10.09.2026

Mit Mut und Respekt ins Schwabenstadion

Mit Mut und Respekt ins Schwabenstadion
Glänzte zuletzt auch als Torschütze: Max Dombrowka / Foto: Tobias Vierlinger

Nach der 1:3-Testspielniederlage gegen die deutsche Polizeinationalmannschaft (FCP-Torschütze Lysander Weiß) wartet auf den FC Pipinsried am Samstag wieder der Bayernliga-Alltag. Um 14.30 Uhr gastiert der Tabellenführer beim FC 1920 Gundelfingen. Für die Gelb-Blauen geht es darum, ihren erfolgreichen Weg auch bei einem Gegner fortzusetzen, der zuletzt stärker auftrat, als es der Tabellenstand vermuten lässt.
Beim Test unter der Woche nutzte FCP-Trainer Roman Langer die Gelegenheit, die Belastung innerhalb seiner Mannschaft zu verteilen. „Es war gut, dass viele Spieler gegen einen richtig guten Gegner über einen längeren Zeitraum zum Einsatz gekommen sind“, sagt der 36-Jährige. Einige Akteure hätten dabei auf sich aufmerksam machen können. „Grundsätzlich haben es aber alle wirklich gut gemacht.“
In Gundelfingen trifft der FCP auf den Tabellenzwölften der Bayernliga Süd. Die Mannschaft von Trainer Thomas Rudolph hat nach neun Partien zehn Punkte auf dem Konto, zwei Siegen stehen vier Unentschieden und drei Niederlagen gegenüber. In den vergangenen fünf Begegnungen gelang den Grün-Weißen zwar kein Sieg, dreimal nahmen sie aber zumindest einen Zähler mit. So spielte Gundelfingen beim SV Erlbach 1:1, beim TSV 1860 Rosenheim 0:0 und gegen den TSV 1874 Kottern ebenfalls 1:1. Zuletzt unterlag der FCG der zweiten Mannschaft des TSV 1860 München mit 2:4. Das Ergebnis erzählte allerdings nur einen Teil der Geschichte. Gundelfingen zeigte nach Einschätzung der eigenen Verantwortlichen seine beste Leistung der vergangenen Wochen, kam zweimal zum Ausgleich und musste sich erst in der Schlussphase geschlagen geben.
„Die letzten Spiele unseres nächstes Gegners waren allesamt eng. Das sollte uns Warnung genug sein“, sagt Langer. Der FCP-Trainer erwartet im Schwabenstadion den gewohnt anspruchsvollen Vergleich: „Gundelfingen spielt sehr körperlich, mit viel Intensität und ist auf dem Platz sehr laut, erfahrungsgemäß sind es immer schwierige Spiele. Gerade in Gundelfingen ist es auf deren großem Platz alles andere als leicht.“
Besonders bei ruhenden Bällen sieht Langer eine Stärke des Gegners. Zudem verfügen die Gastgeber mit Simon Achatz und David Spizert über zwei robuste Offensivspieler. „Sie bringen vorne schon Wucht mit und sind bei Standards gefährlich“, warnt der Pipinsrieder Coach. Auch beim jüngsten Gastspiel bei den Münchner Löwen habe Gundelfingen trotz der Niederlage keineswegs enttäuscht. Die Erinnerungen an die beiden Duelle der vergangenen Saison unterstreichen Langers Einschätzung. Beide Begegnungen endeten 1:0 für die jeweilige Auswärtsmannschaft. Der FCP setzte sich im September 2025 in Gundelfingen durch, im Rückspiel entführten die Grün-Weißen die drei Punkte aus Pipinsried.
Ungeachtet des Respekts vor dem Gegner reist der Spitzenreiter mit einem klaren Ziel nach Gundelfingen. „Wir wissen, dass wir dort die Chance haben zu gewinnen. Dafür geht es darum, unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Wir wollen mutig sein“, betont Langer.
Personell kann der FCP nahezu aus dem Vollen schöpfen. Dominik Neisser und der spielende Co-Trainer Mario Götzendörfer trainieren mittlerweile wieder mit der Mannschaft, das Spiel in Gundelfingen kommt für beide aber noch zu früh. „Es sieht bei beiden ganz gut aus. Gegen Kirchanschöring könnten sie in den Kader zurückkehren“, berichtet Langer. Abgesehen von den bekannten Langzeitverletzten stehen dem Tabellenführer am Samstag alle Spieler zur Verfügung.