16.08.2026
Nächster Härtetest: FCP gastiert in Hankhofen
Nur vier Tage nach dem 5:0-Derbysieg gegen den FSV Pfaffenhofen wartet auf den FC Pipinsried die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am Dienstagabend tritt der Tabellenführer beim Regionalliga-Absteiger SpVgg Hankofen-Hailing an. Anpfiff im Maierhofer-Bau-Stadion ist um 19 Uhr.
Viel Zeit, um den besonderen Freitagabend vor über 1300 Zuschauern ausgiebig zu genießen, bleibt dem FC Pipinsried nicht. Bereits am Dienstag geht es für die Gelb-Blauen in der Bayernliga Süd weiter. Das Gastspiel bei der SpVgg Hankofen-Hailing ist für die Mannschaft von Trainer Roman Langer die zweite von drei Partien innerhalb von acht Tagen. Am kommenden Samstag folgt das Heimspiel gegen die SpVgg Landshut. Große Sorgen bereitet die erste englische Woche der Saison dem FCP-Trainer allerdings nicht. „Ich glaube, dass sich das alles noch im Rahmen hält“, sagt Langer. „Wenn du mit einem relativ kleinen Kader zwei oder drei englische Wochen mit Pokalspielen hast, kann das schon ein Nachteil sein. Für uns ist es aber die erste englische Woche. Deshalb habe ich keine Bedenken.“ Angepasst wurde dennoch der Trainingsplan. Die Spieler, die gegen Pfaffenhofen nicht oder nur zeitweise zum Einsatz kamen, absolvierten am Wochenende zusätzliche Läufe. Nach einem freien Sonntag steht am Montag das Abschlusstraining an, ehe sich der FCP am Dienstag auf den Weg nach Niederbayern macht.
Dass Langer während der intensiven Woche möglicherweise früher wechseln wird, schließt der 36-Jährige nicht aus. „Natürlich wirst du auf der einen oder anderen Position vielleicht etwas früher reagieren müssen, weil es am Samstag schon wieder weitergeht“, erklärt er. Wie wertvoll die Pipinsrieder Bank sein kann, zeigte sich bereits mehrfach in dieser Saison. Auch beim 5:0 gegen Pfaffenhofen lieferten die Einwechselspieler entscheidende Impulse. Benedikt Lobenhofer, der das 3:0 gegen den FSV nach seiner Einwechslung vorbereitet hatte, ist in Hankofen etwa ein Kandidat für die Anfangsformation. Eine Änderung wird es im defensiven Mittelfeld geben: Max Dombrowka kann aus privaten Gründen nicht mitwirken. Dafür kehrt Nenad Petkovic in den Kader zurück. „Auf der Sechserposition müssen wir ohne Max eine Lösung finden“, sagt Langer. „Ansonsten läuft es nach vorne im Moment natürlich gut. Die Jungs sind gut drauf, haben Bock und sind frisch. Mit David Anyaonu und Nenad Petkovic haben wir außerdem Spieler, die wir nachlegen können. In großen Teilen steht die Aufstellung, ein oder zwei Sachen sind aber noch offen.“
Sportlich wartet in Hankofen die bislang wohl anspruchsvollste Auswärtsaufgabe der jungen Saison. Die „Dorfbuam“ stiegen im Sommer aus der Regionalliga Bayern ab, haben sich nach der 0:3-Auftaktniederlage beim SV Erlbach aber schnell gefangen. Es folgten Siege gegen den FC Ismaning und den TSV 1874 Kottern sowie Unentschieden beim TSV 1860 Rosenheim und am vergangenen Freitag bei der U21 des TSV 1860 München. In München sah die SpVgg bereits wie der Sieger aus. Baran Berk hatte die Niederbayern in der 31. Minute in Führung gebracht, ehe Mustafa Tekin den Junglöwen erst in der 90. Minute das 1:1 rettete. Damit ist die Mannschaft von Trainer Tobias Beck seit vier Partien ungeschlagen. Nach fünf Spielen stehen acht Punkte und 7:7 Tore zu Buche. Beide bisherigen Heimspiele gewann Hankofen-Hailing.
„Das wird ein guter, großer Test für uns – vor allem auswärts“, sagt Langer. „Ich schätze Hankofen als eine Mannschaft ein, die am Ende der Saison im vorderen Drittel oder sogar ganz vorne mit angreifen kann. Gerade im offensiven Bereich besitzen sie viel Qualität.“ Zu den gefährlichen Spielern zählt unter anderem Tobias Lermer, der bereits über reichlich Regionalliga-Erfahrung verfügt. Gleichzeitig haben die Niederbayern ihren Kader im Sommer mit mehreren jungen Spielern verändert. Die bisherigen Ergebnisse spiegeln nach Langers Einschätzung nicht vollständig wider, welche Qualität der Regionalliga-Absteiger besitzt. „Die Art und Weise, wie sie spielen, ist besser, als es die Ergebnisse bislang vielleicht aussagen. Deshalb ist das am Dienstagabend eine Riesenaufgabe für uns.“ Von seiner grundsätzlichen Spielidee will der Tabellenführer dennoch nicht abrücken. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir immer die Chance haben, Spiele zu gewinnen, wenn wir uns mit unseren Themen beschäftigen und das über weite Strecken auf den Platz bekommen“, erklärt Langer. Natürlich habe es in den bisherigen Begegnungen auch Phasen gegeben, in denen der jeweilige Gegner das Kommando übernommen habe. „Aber insgesamt haben wir die Spiele durch unsere Leistung so beeinflusst, dass sie in unsere Richtung gelaufen sind.“
Das soll auch in Hankofen gelingen. Die aktuelle Euphorie innerhalb der Mannschaft möchte Langer dabei keineswegs bremsen. „Die Jungs sind gut drauf und haben Selbstvertrauen. Das merkt man bei den Abschlüssen und bei den kleinen Spielen im Training, aber auch in den Punktspielen. Da ist momentan eine enorme Lust und Freude auf dem Platz", erzählt der 36-jährige. Dass der FCP nach fünf Spieltagen mit der optimalen Ausbeute von 15 Punkten und 19:4 Toren an der Tabellenspitze steht, gibt zusätzliches Selbstvertrauen. Langer erwartet am Dienstag dennoch eine enge Begegnung: „Man braucht sich nur die Tabelle anzuschauen. Von Platz zwei bis Platz zwölf liegt alles ganz eng zusammen, und gefühlt hat an jedem Spieltag jeder die Chance zu gewinnen. Wir wissen, dass uns ein ganz schwieriges Auswärtsspiel erwartet", so Pipinsrieds Coach.