17.09.2026

Dominik Neisser feiert gegen Kirchanschöring sein Comeback

Dominik Neisser feiert gegen Kirchanschöring sein Comeback
Zum Zuschauen verurteilt: Tobias Reithmeir fehlt dem FCP gegen Kirchanschöring / Foto: Tobias Vierlinger

Der FC Pipinsried darf sich vor dem Heimspiel gegen den SV Kirchanschöring (Anstoß 16 Uhr) über einen Rückkehrer freuen. Dominik Neisser steht nach seiner Schulterverletzung erstmals in dieser Saison wieder im Kader. Gleichzeitig muss Trainer Roman Langer besonders in der Defensive einige Ausfälle auffangen. 
„Es freut mich total für Dominik als jungen Spieler und Pipinsrieder Eigengewächst“, sagt Langer über Neissers bevorstehendes Comeback: „Er hat brutal viel für seine Rückkehr gearbeitet und viele Extraschichten eingelegt. Es ist schön, dass er jetzt wieder zurück ist und am Samstag erstmals im Kader stehen wird.“
Dass Neisser rechtzeitig wieder zur Verfügung steht, ist für die Gelb-Blauen besonders wertvoll. Tobias Reithmeir fehlt nach seiner Roten Karte in Gundelfingen ebenso gesperrt wie Tobias Reichl (5. Gelbe Karte) und Maximilian Haas (Gelb-Rote Karte). Petter Elwahab fällt weiterhin verletzt aus, zudem muss der FCP auf Jaroud Kanze verzichten, der sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat. Hinter dem Einsatz von Kapitän Benedikt Lobenhofer steht ebenfalls ein Fragezeichen. Ob der Innenverteidiger auflaufen kann, entscheidet sich kurzfristig. Im ungünstigsten Fall würden Langer damit gleich vier Akteure fehlen, die in der Innenverteidigung eingesetzt werden können.
Trotz der angespannten Situation blickt der 36-Jährige zuversichtlich auf die Partie. „Wir haben volles Vertrauen in die Jungs, die am Samstag auf dem Platz stehen werden“, betont der FCP-Trainer. Nach dem 1:3 beim FC Gundelfingen will der Tabellenführer vor eigenem Publikum wieder sein bisher so überzeugendes Heimspielgesicht zeigen. Zu Hause ist Pipinsried in dieser Saison ja noch ungeschlagen, aus fünf Partien holten die Gelb-Blauen vier Siege und ein Unentschieden.
„Um die Serie aufrecht zu erhalten müssen wir wieder mutiger auftreten als in Gundelfingen“, fordert Langer. „Dort waren wir zu passiv, auch wenn die Rote Karte das Spiel bereits in der ersten Halbzeit auf den Kopf gestellt hat. Dadurch ist die Partie komplett in die falsche Richtung gegangen, obwohl wir in der Anfangsphase selbst die Möglichkeiten zur Führung hatten.“ Nach der Pause fand Gundelfingen auf dem großen Platz auch im Zehn-gegen-zehn die besseren Lösungen. Eine derartige Situation hatte die neu zusammengestellte Pipinsrieder Mannschaft zuvor noch nicht erlebt. Inzwischen ist die Niederlage analysiert und abgehakt. „Wir hatten eine gute Trainingswoche. Trotz der Niederlage stehen wir weiterhin sehr gut da. Es ist nicht viel passiert“, sagt Langer. Mit 22 Punkten und 29:13 Toren führt der FCP die Bayernliga Süd immer noch an.
Kirchanschöring reist als Tabellen-15. mit neun Punkten nach Pipinsried. Von der Platzierung will sich Langer allerdings nicht täuschen lassen. „Die Ergebnisse des SVK spiegeln die gesamte Liga ganz gut wider. Nahezu jedes Spiel war eng. Zuletzt haben sie gegen eine sehr gut besetzte zweite Mannschaft des TSV 1860 München beim 1:1 ein richtig gutes Spiel gemacht.“
Die Mannschaft von Trainer Christoph Dinkelbach bringt nach Einschätzung des Pipinsrieder Trainers viel Wucht mit, agiert körperbetont und sucht nach Ballgewinnen schnell den Weg nach vorne. Zu den Leistungsträgern gehört etwa der spielende Co-Trainer Manuel Omelanowsky, schmerzlich vermisst wird dagegen Jonas Kronbichler. Der Angreifer erzielte in der vergangenen Saison 22 Treffer, fällt nach einer schweren Knieverletzung aber weiterhin aus.
„Der Ausfall ihres besten Torjägers tut ihnen natürlich weh“, sagt Langer. „Der restliche Kader ist aber weitgehend mit dem aus der vergangenen Saison vergleichbar. Sie haben Jungs mit richtig viel Qualität und werden uns maximal fordern.“
Um seine makellose Heimbilanz beinahe fortzusetzen, will der FCP wieder stärker die eigenen Qualitäten zur Geltung bringen. „Wir müssen die Dinge, die wir uns vornehmen, auf den Platz bekommen und brauchen definitiv einen besseren Ballbesitz als in Gundelfingen“, erklärt Langer. „Wenn uns das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass wir Kirchanschöring zu Hause schlagen können.“