16.03.2026

Pipinsried unterliegt den Junglöwen knapp

Pipinsried unterliegt den Junglöwen knapp
Verpflichtet, um zuzupacken: Tobias Reithmeir (rechts) stand gleich in der Startformation. – Foto: bruno haelke

Der Fußball-Bayernligist FC Pipinsried hat das Topspiel beim Spitzenreiter TSV 1860 München II nur knapp mit 0:1 verloren. 

Das Spitzenspiel der Fußball-Bayernliga Süd beim Tabellenführer TSV 1860 München II ging am Samstag denkbar knapp 0:1 verloren. Schütze des goldenen Treffers war Arin Garza in der 83. Minute.

Pipinsried hat jetzt 15 Punkte Rückstand auf die beiden Spitzenteams aus München und Landsberg. Am kommenden Mittwoch steht das Nachholspiel in Landsberg auf dem Programm, wo die Mannschaft die Chance hat, den Abstand wieder zu verkürzen.

In einem Match, das lange Zeit nach einem 0:0 aussah, sicherten sich die Youngster der Löwen einen am Ende glücklichen Sieg. Die Münchner investierten in der zweiten Halbzeit zwar mehr, doch Pipinsried hielt insgesamt stark dagegen.

Beiden Mannschaften war der gegenseitige Respekt anzumerken, Blöße wollte sich niemand geben. Entsprechend lag der Fokus auf der Defensive, hochkarätige Torchancen waren im Laufe der 90 Minuten eher Mangelware – auch dank der gut organisierten Pipinsrieder Hintermannschaft.

Bereits in der ersten Halbzeit war zu erkennen, dass sich das Spiel zu einem Abnutzungskampf entwickeln würde. „Ich denke, wir standen in der Defensive gut, haben kaum was zugelassen – außer einem Lattenschuss in der ersten Halbzeit und eben jenem Gegentor“, sah FCP-Trainer Roman Langer etwas Positives. Was seiner Mannschaft fehlte, brachte Langer auf den Punkt: „Es hat uns der Punch gefehlt.“ Im letzten Drittel wollte einfach nichts gelingen, trotz guter Ansätze im Spiel nach vorne, entweder man zielte zu ungenau, oder man übersah den besser postierten Mannschaftskollegen.

Nach zwei Meisterschaftsspielen 2026 hat der FCP noch nicht ins Schwarze getroffen – dennoch ist im weiteren Saisonverlauf noch vieles möglich. Ziel der Pipinsrieder ist aber der dritte Platz, der unter Umständen zumindest für ein Relegationsspiel reichen würde.

Pipinsried verpflichtet den Innenverteidiger Tobias Reithmeir

Die intensiv geführte Partie wurde, wie schon das Hinspiel, von Schiedsrichter Ilirjan Morina geleitet. Mit zehn Gelben Karten für die Spieler und drei Gelben Karten für die beiden Trainer und den Pipinsrieder Teammanager brachte es der Unparteiische auf insgesamt 13 Verwarnungen. Im Hinspiel hatte Morina acht Mal Gelb und je ein Mal Gelb/Rot und Rot gegeben. Mit seinem „Kartenspiel“ sorgte der Unparteiische auch diesmal auf beiden Seiten für Unmut und ließ keinen echten Spielfluss aufkommen.

Kurz vor der Partie wartete der FC Pipinsried mit einer personellen Überraschung auf. Praktisch über Nacht wurde Tobias Reithmeir (26) verpflichtet. Der Abwehrspieler stand gleich in der Startelf und zeigte eine engagierte Leistung.

Dass man beim FC Pipinsried seit der Winterpause auf Verletzungen schnell reagiert, ist schon Standard und unterstreicht die Handlungsfähigkeit des Vereins. Zuerst verletzte sich Keeper Max Engl, daraufhin wurde Enrique Bösl verpflichtet. Dann verletzte sich Stürmer Valdrin Konjuhi, daraufhin wurde Alekzandar Sinabov unter Vertrag genommen.

Nun droht nach Aussagen der FCP-Verantwortlichen bei Innenverteidiger Tobias Schröck aus Krankheitsgründen ein längerer Ausfall, kurzerhand wurde Tobias Reithmeir verpflichtet. Erst am Freitagabend wurde der Pass des Ex-Profis (FC Heidenheim, Bayern Alzenau, SV Rödinghausen, FC Gießen, RW Ahlen, BSG Chemie) vom Bayerischen Fußball-Verband ausgegeben. Die Verpflichtung Reithmeirs war nach Aussagen der Pipinsrieder Verantwortlichen erst für die kommende Saison vorgesehen. Mit nunmehr 26 Spielern ist der Kader der Pipinsrieder breit und flexibel aufgestellt.