02.04.2026
Regionalliga-Reform: FC Pipinsried bewirbt sich für 4. Liga
Die viergleisige Regionalliga sorgt für Zündstoff. Zwei Modelle stehen zur Wahl, doch eines erntet massive Kritik wegen absurder Anreisewege.
Die Zukunft der Regionalligen in Deutschland sorgt weiter für Zündstoff im Fußball. Im Zentrum steht die Frage, ob zur Saison 2028/2029 eine viergleisige Regionalliga eingeführt wird und wie künftig der Aufstieg in die 3. Liga geregelt sein soll. Grundlage der aktuellen Debatte sind zwei Modelle, das sogenannte Kompass-Modell und das Regionen-Modell, die eine eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeitet hat.
Derzeit existieren fünf Regionalligen (Bayern, Südwest, West, Nord und Nordost), während es nur vier Aufstiegsplätze in die 3. Liga gibt. Nach derzeitigem Modus steigen die Meister aus Südwest und West direkt auf. Aus den übrigen drei Staffeln erhält jedes Jahr eine Liga einen festen Aufstiegsplatz, die beiden anderen Meister ermitteln in Entscheidungsspielen den vierten Aufsteiger. Der unterlegene Meister verbleibt trotz Titelgewinn in seiner Liga. Vor allem Traditionsvereine aus dem Osten empfanden diese Konstellation als unfair und pochten sinngemäß darauf, dass ein Meister grundsätzlich aufsteigen müsse.
Das Regionen-Modell steht massiv in der Kritik; insbesondere mit Blick auf die Anreisestrecken der Klubs. Demnach müssten Vereine aus dem hohen Norden in der vierten Liga künftig in den tiefen Osten reisen; Flensburg und Emden würden nach Halle fahren. Eine neue Staffel würde sich vom Bodensee bis nach Leipzig erstrecken, während Traditionsduelle wie das Derby zwischen Lok Leipzig und dem Halleschen FC, zu dem gut und gerne einmal 10.000 Zuschauer pilgern, wegfielen.
Demgegenüber erscheint das Kompass-Modell nach Darstellung der Befürworter als die sachlogischere Lösung. Die Ligen würden mithilfe einer Künstlichen Intelligenz nach geografischen Kriterien so zugeschnitten, dass möglichst kurze Wegstrecken für die Vereine entstünden. Das Kompass-Modell stößt auch bei vielen Fans auf Zustimmung. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) will sich vor einer Positionierung jedoch ein breites Meinungsbild einholen. Geplant ist eine Umfrage unter Regionalligisten, Bayernligisten und Vertretern der 3. Liga.
Aus der Bayernliga Süd haben sich laut der Internetplattform FuPa folgende Teams für die Regionalliga beworben: TSV 1860 München II, TSV Landsberg, SV Kirchanschöring, SV Erlbach, FC Pipinsried und der SV Schalding-Heining.
FC Pipinsried hält sich Regionalliga-Option offen
Die Stellungnahme der FC Pipinsried Fußball GmbH zum Thema Regionalliga: „Der FC Pipinsried hat sich entschieden, die Meldung für die kommende Saison in der Regionalliga Bayern fristgerecht einzureichen. Trotz der aktuell herausfordernden sportlichen Situation mit vielen verletzten Spielern und des bestehenden Rückstands in der Tabelle möchte der Verein der Mannschaft die kleine Chance auf eine Serie aufrechterhalten. Zudem erfüllte bisher unsere Küchenstadel-Arena den Großteil der Auflagen und die verwaltungstechnische Arbeit für die Zulassung wurde bereits in der Winterpause erledigt. Deswegen ist es grundsätzlich interessant für den Verein, welche infrastrukturellen Themen dieses Jahr erforderlich wären.“